Hintergrund : MTU - Motorenbau mit langer Tradition

Friedrichshafen - Der Motorenbau am Bodensee hat eine lange Tradition. Die heutige, zum DaimlerChrysler-Konzern gehörende MTU Friedrichshafen GmbH geht auf den Luftschifffahrtspionier Ferdinand Graf Zeppelin (1838-1917) zurück. 1909 gründete er die Tochterfirma Luftfahrzeug Motorenbau GmbH. Zu den Mitbegründern gehörten Wilhelm Maybach (1846-1929) und Gottlieb Daimler (1834- 1900), die Väter des deutschen Automobilbaus. Schon 1883 hatten die beiden den ersten schnell laufenden Benzinmotor entwickelt. Maybachs Sohn Karl (1879-1960) war bis in die 1950er Jahre Technischer Leiter und Miteigentümer des Friedrichshafener Motorenbaus.

1960 erwarb Daimler-Benz die Mehrheit. Sechs Jahre später wurde der Maybach-Motorenbau mit dem Großmotorenbau von Daimler-Benz unter dem Firmennamen Maybach-Mercedes-Benz-Motorenbau GmbH vereinigt. 1969 wurde daraus die Motoren- und Turbinen-Union, kurz MTU. Sie war das Ergebnis eines Vertrags zwischen Daimler-Benz und MAN, die ihre Triebwerksaktivitäten in der MTU München und die Produktion von schnell laufenden Dieselmotoren in Friedrichshafen vereinigt hatten. Seither hat sich MTU Friedrichshafen zu einem weltweit führenden Anbieter von Motoren für Fahrzeuge zu Wasser, zu Land und auf der Schiene entwickelt. Dazu kommen stationäre Anlagen zur Energieerzeugung.

2004 setzte die MTU-Gruppe 1,35 Milliarden Euro um. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz lag bei 76 Prozent. Im zu Ende gehenden Jahr soll der Umsatz um 17 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro steigen. Das Unternehmen beschäftigt gut 7000 Menschen, davon etwa 5000 am Bodensee. (dpa)

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