Wirtschaft : HIT will 1998 wieder Fuß fassen

Papierhandelskonzern kündigt schwarze Zahlen an / Herlitz-Tochter will 1999 Dividende zahlen

BERLIN (jojo). Der Papierhandelskonzern Herlitz International Trading (HIT), erwartet für 1998 wieder schwarze Zahlen."Der HIT-Konzern hat sich in der zweiten Jahreshälfte 1997 wieder stabilisiert und im Stammgeschäft Tritt gefaßtÒ, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Herlitz-Tochter.HIT liege bei Umsatz- und Ergebnisentwicklung wieder voll im Plan.Der Umsatz werde mit mindestens 436 Mill.DM die Erwartung von 400 Mill.DM im Halbjahresbericht übertreffen.Allerdings wird voraussichtlich ein Verlust von bis zu 90 Mill.DM anfallen ­ ein Resultat des Engagements bei der russischen Papierfabrik Volga.Die Risiken aus dem Auslandsgeschäft seien beseitigt. Jeden Monat würden 300 000 DM gegenüber dem ersten Halbjahr 1997 eingespart.Die Aktionäre könnten ab 1999 wieder mit Dividenden rechnen.Ein Verkauf von HIT durch den Großaktionär, den Berliner Herlitz-Konzern, stehe nicht an. Das bisherige Vorstandsmitglied Klaus-Jürgen Leipold werde sich zum 1.Januar 1998 selbständig machen und mit seiner Gesellschaft in ausgewählten Bereichen exklusiv für HIT den Papiereinkauf übernehmen.Zudem stehe er als Beauftragter des Vorstandes für weitere Sonderaufgaben zur Verfügung. HIT hatte im Jahr 1996 bei einem Umsatz von 495 Mill.DM einen Konzernverlust von 1,4 Mill.DM erzielt.Das Jahr 1997 sei nochmals durch große Risikobereinigungen des Volga-Engagements in Höhe von 86,6 Mill.DM geprägt.Trotzdem bleibe HIT Aktionär bei Volga.Mit einer deutlich geringeren Mitarbeiterzahl von nur noch 70 (Ende 1996 knapp 120) Beschäftigten habe HIT zudem seine Einkaufs- und Vertriebsstrukturen geändert.Die Mitarbeiter seien durch ein Management- und Mitarbeitermodell am Unternehmen beteiligt worden. Ferner will HIT verstärkt im Ausland verkaufen.Mit der Firma Interpaper Ltd., Zypern, wurde eine Kooperation vereinbart.Als neue Vertriebsgesellschaft wurde HIT (Cyprus) Ltd.für den Nahen Osten und Nordafrika gegründet.Dadurch sollten Ressourcen für neue Geschäftsaktivitäten in Lateinamerika und den USA frei werden.In Fernost werde ein eigenes Vertriebsbüro für die HIT AG eröffnet.

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