Wirtschaft : Hitze zehrt an EU-Stromreserven

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el / Berlin (dpa). Die angesichts der Rekordhitze ausgelöste Debatte um die Sicherheit der öffentlichen Stromversorgung in Europa beschäftigt nun auch die EUKommission. Ein Sprecher der EU-Behörde teilte am Montag mit, es gebe keine „Stromreserven“ auf Gemeinschaftsebene. Dies könnten beispielsweise reservierte Anteile an den EU-Stromkapazitäten für Not- und Ausnahmefälle sein. Die anhaltende Hitze hat auch die Energiepreise an der deutschen Strombörse EEX in Leipzig in die Höhe getrieben. Auf dem Spotmarkt wurde der Preis für eine Megawattstunde Strom am Montag auf 50,35 Euro festgesetzt. Das ist fast das Doppelte des Jahresdurchschnittspreises von 26Euro, wie die European Energy Exchange AG (EEX) am Montag mitteilte. Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) erwartet wegen der extremen Hitzegrade aber keine generelle Preiserhöhungswelle beim Strom. „Es wird natürlich vereinzelt zu Strompreiserhöhungen kommen, aber eine genaue Prognose ist momentan nicht möglich.“

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