Wirtschaft : Hochtief schreibt rote Zahlen

Düsseldorf - Die Energiewende soll dem Baukonzern Hochtief helfen, in die Gewinnzone zurückzukehren. Nach hohen Verlusten im vergangenen Jahr setzt Konzernchef Frank Stieler nun auf Planung und Bau von Windparks und neuen Stromleitungen, die in der Bundesrepublik benötigt werden, um aus der Atomkraft auszusteigen. „So wollen wir in den kommenden fünf Jahren bei der Leistung im Energiesektor um 40 Prozent und im Bereich der Verkehrsinfrastruktur um 30 Prozent wachsen“, sagte er am Mittwoch in Düsseldorf. 2011 fuhr Hochtief im Energiebereich einen operativen Umsatz von 4,87 Milliarden Euro ein. Insgesamt schloss das Essener Unternehmen das Jahr mit einem Verlust vor Steuern (Ebt) von 127 Millionen Euro ab – nach einem Gewinn von 756,6 Millionen Euro im Jahr 2010. Unter dem Strich stand ein Minus von 160,3 Millionen Euro. Erstmals seit Jahren erhalten die Aktionäre keine Dividende. Der spanische Mischkonzern ACS, der Hochtief im vergangenen Juni übernommen hatte, erzielte 2011 einen Nettogewinn von 962 Millionen Euro – 26,7 Prozent weniger als im Vorjahr. rtr

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