Wirtschaft : Höhere Abschläge für Frauen

Verfassungsgericht billigt Rentenreform

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Frauen müssen weiterhin deutliche Abschläge hinnehmen, wenn sie schon mit 60 Jahren in Rente gehen wollen. Das geht aus einem am Freitag bekannt gegebenen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts hervor. Das Gericht nahm die Verfassungsbeschwerde einer Rentnerin nicht zur Entscheidung an, die sich gegen die Rentenreform aus dem Jahr 1996 gewehrt hatte. Danach wird das Rentenalter für Frauen von zuvor 60 Jahren deutlich schneller angehoben als zuvor geplant. Dies sei im Interesse der Beitragsstabilität gerechtfertigt, entschieden die Verfassungsrichter (Az: 1 BvR 2491/97).

Früher konnten Frauen unter bestimmten Voraussetzungen ohne Abschläge schon mit 60 Jahren in Rente gehen. Nach dem Rentenreformgesetz von 1992 sollten die vorgezogenen Altersrenten von 2001 bis 2017 stufenweise abgeschafft werden. Weil auch nach Verabschiedung dieses Gesetzes die Frühverrentungen zunahmen, wurde der langjährige Übergangszeitraum von fast 28 Jahren mit dem Wachstums und Beschäftigungsförderungsgesetz von 1996 deutlich verkürzt. Nunmehr soll die Anpassung an das Regel-Rentenalter der Männer von 65 Jahren bereits 2009 abgeschlossen sein. Während der Übergangszeit können alle Frauen weiterhin mit 60 Jahren Rente beziehen, sie müssen dann aber Abschläge von bis zu 18 Prozent hinnehmen. Tsp

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