Wirtschaft : Hoffen auf die Kälte

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Wenn es noch vor Weihnachten knackig kalt wird, dann „merken wir die Rezession nicht“, sagt Helmut Ott. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Sportfachhandel hofft wie die gesamte Branche auf viel Schnee. 3,5 bis vier Milliarden Euro, fast zwei Drittel des Jahresumsatzes, will der Sportfachhandel von November bis Februar erzielen. „Wenn das Wetter nicht mitspielt, rechne ich schon Anfang Dezember mit den ersten Preisreduzierungen“, sagt Ott. Auf viel mehr als viel Schnee kann die Branche dabei nicht hoffen. Echte Neuheiten fehlen. Aber der Sporthandel profitiere weiterhin von den Carvern, den kürzeren, besonders drehfreudigen Skiern, sagt Ott. „Es sind noch nicht alle Skiläufer umgestiegen.“

Innovationen gibt es bei Spielzeug dagegen reichlich: sprechende Bücher etwa. Lernspielzeug liege voll im Trend, sagt Steffen Kahnt, Sprecher des Bundesverbands des SpielwarenEinzelhandels. Ein weiterer Trend sind elektronisch aufgerüstete Plüschtiere. „Beim Kind wird zuletzt gespart“, sagt der Sprecher. Der Spielwarenhandel, der im Vorjahr 3,25 Milliarden Euro umsetzte – 40 Prozent davon in den Wochen vor Weihnachten – hofft 2004 auf 3,3 Milliarden Euro Umsatz. Beliebt sind nach wie vor aber auch Brettspiele, Puzzles, Sammelkarten – die klassische Art zu spielen. „In Zeiten, in denen das Geld knapp ist, verzichten die Menschen auf teure Hobbys und machen eher mal einen Spieleabend daheim.“ vis

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