Wirtschaft : Hohe Ölpreise verderben die Stimmung An der Wall Street

macht sich Frust breit

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Düsseldorf/New York Der Januar ist seinem Ruf bisher als aktienfreundlicher Monat nicht gerecht geworden. „Auf Grund der dem Januar häufig zugesprochenen Signalwirkung für die Kursentwicklung im weiteren Jahresverlauf könnte ein negatives Abschneiden die Stimmung der Anleger drücken“, glauben die Experten von Helaba Trust.

So weit nach vorn schauten die Anleger an den amerikanischen Aktienmärkten sicher noch nicht. Ihnen verdarben überraschend schwache Konjunkturdaten und die erneut anziehenden Rohölpreise die Stimmung zum Wochenschluss. Der Dow-Jones-Index der dreißig größten US-Industrieunternehmen fiel unter 10400 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte November. Jetzt greift der Frust um sich. Seit 1982 ist es nicht mehr vorgekommen, dass der Dow-Jones in jeder der drei ersten Januar-Wochen nachgegeben hat.

Die europäischen Aktienmärkte konnten sich zum Wochenschluss knapp behaupten. Der Euro-Stoxx-50-Index schloss 0,11 Prozent höher. Der Deutsche Aktienindex (Dax) büßte dagegen 0,16 Prozent ein. Weder in den USA noch in Europa vermochten die guten Quartalszahlen von General Electric (GE) und United Technologies die Stimmung aufzuhellen. Die Investoren sorgten sich zudem um die hohen Energiepreise, speziell die Ölpreise.

Äußerungen aus Opec-Kreisen werden voraussichtlich auch in dieser Woche die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte in Atem halten. Andreas Hürkamp von der Landesbank Rheinland-Pfalz erwartet an den Aktienmärkten für die kommenden Tage eine Seitwärtsbewegung. Denn ein „weiterhin gemischter Nachrichtenfluss von den Unternehmen“ werde von Unsicherheitsfaktoren wie etwa der Wahl im Irak und der Opec-Sitzung begleitet. Wenig Optimismus für die Entwicklung an den Aktienmärkten zeigen auch die Experten von Helaba Trust. Es gebe eine Reihe fundamentaler Indikatoren, „die zunehmenden Gegenwind erwarten lassen“. Dazu zähle etwa die Verlangsamung des Wachstumstempos in den kommenden Monaten. rp/HB/pf

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