Wirtschaft : Hohe Rabatte für Mitarbeiter sind zu versteuern

München - In vielen Firmen erhalten Mitarbeiter einen Rabatt auf die hergestellten Produkte – in ihrer Steuererklärung müssen sie diesen finanziellen Vorteil aber nicht unbedingt angeben. Das ergibt sich aus einem Urteil, das der Bundesfinanzhof am Mittwoch veröffentlichte. Nicht jeder Rabatt, den ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber erhalte, führe zu steuerpflichtigem Arbeitslohn, entschied das oberste deutsche Steuergericht. Nur sehr hohe Rabatte müssen versteuert werden. Entscheidend dafür sei, ob der Rabatt über das hinausgehe, was auch Fremde als Abschlag erhielten. Im konkreten Fall ging es um Angestellte von Autobauern, die Neuwagen zu Preisen deutlich unter Listenpreis gekauft hatten. Das Finanzamt setzte diese als Arbeitslohn an, sofern sie die durchschnittlichen Händlerrabatte deutlich überstiegen. Dagegen klagten die Arbeitnehmer mit dem Argument, dass allenfalls der Teil des Rabatts versteuert werden müsse, der über das hinausgehe, was auch andere Käufer als Rabatt erhielten. Dieser Auffassung schloss sich der BFH an (Aktenzeichen VI R 30/09; VI R 27/11). dpa

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