Wirtschaft : Hoher Krankenstand in Berlin: Arbeitnehmer fehlen 16 Tage pro Jahr

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Arbeitnehmer fehlen auf Grund von Krankheiten seltener als früher. Im Schnitt 16 Tage pro Jahr waren Pflichtversicherte bei den Betriebskrankenkassen (BKK) 1999 krank geschrieben - damit verharrt der Stand auf dem Rekordtief von 1998. Wie der Bundesverband der Betriebskrankenkassen am Mittwoch in Berlin mitteilte, mussten Westdeutsche mit 16,6 Tagen häufiger zu Hause bleiben als Ostdeutsche mit 15,4 Tagen. Die bisherige Entwicklung in diesem Jahr lasse darauf schließen, dass es auch bei diesem Stand bleibe, vermuten die Kassen. Am häufigsten krank mit 27,9 Fehltagen waren Beschäftigte der Abfallwirtschaft. Es folgen Arbeitnehmer in Post- und Kurierdiensten mit 23,9 und in der öffentlichen Verwaltung mit 23,5 Tagen. Daneben waren Beschäftigte in den Branchen Verkehr, Metall sowie Glas- und Keramikindustrie überdurchschnittlich oft abwesend. Selten krank waren Arbeitnehmer bei Banken und Versicherungen (10,4 Tage) sowie bei Datenverarbeitungs- und Forschungsfirmen mit 8,9 Tagen. Arbeiter waren doppelt so lange krank wie Angestellte. Regional schwankte der Wert erheblich: So waren Beschäftigte in Baden-Württemberg und Thüringen nur 14 Tage krank. In Hamburg waren es dagegen 21, in Berlin sogar 24,5 Tage. Die Fehltage gehen zumeist auf das Konto von Langzeitkranken: 80 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage werden von 22 Prozent der Versicherten verursacht.

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