Wirtschaft : Holtzbrinck plant Einstieg ins Handy-TV

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Berlin - Der Medienkonzern Hubert Burda Media und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zu der auch der Tagesspiegel gehört, wollen gemeinsam ins Handy-TV-Geschäft einsteigen. Beide Unternehmen beteiligen sich mit jeweils 33,3 Prozent an der Berliner Neva Media GmbH. Weitere Gesellschafter der Neva Media sind die Gründer Bernd Curanz und Paulus Neef, der auch Gründer des Internet-Dienstleisters Pixelpark ist, sowie die frühere 9Live-Chefin Christiane zu Salm und der Düsseldorfer Anwalt Horst Piepenburg. Diese halten zusammen ebenfalls ein Drittel der Anteile. In der neuen Gesellschafterstruktur soll das Unternehmen unter dem Namen „Mobile 3.0“ sein Plattformgeschäft betreiben.

Die Neva Media entwickelt Anwendungen für den neuen technischen Standard DVB-H. Dieser Standard ermöglicht den Empfang von Fernsehprogrammen, Videos und Mediendiensten auf kleinen mobilen Endgeräten wie zum Beispiel Handys. DVB-H soll in den kommenden Monaten als weitgehend flächendeckendes Netz für ganz Deutschland aufgebaut werden. Erste Anträge für Plattformlizenzen bei den Landesmedienanstalten in Berlin-Brandenburg, Hamburg und Niedersachsen hat Neva Media eingereicht. Die Mobilfunkdienstleister Debitel und Mobilcom bieten ebenfalls Fernsehen auf dem Handy an, nutzen dazu aber mit DMB eine andere Übertragungstechnik.

Für Verleger Stefan von Holtzbrinck „bedeutet der Standard DVB-H den Qualitätsdurchbruch im Handy-TV. Bekannte, aber auch vor allem neue Unterhaltungs- und Informationsformate sind jetzt auf mobilem Wege problemlos übertragbar. Sie werden folglich die Medienvielfalt und die Märkte signifikant erweitern.“ Tsp

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