Wirtschaft : Holzmann-Großaktionär hat Klage wegen des entstandenen Schadens von 400 Millionen Mark erhoben

sen

Die belgische Investmentgesellschaft Gevaert N.V. hat Klage gegen die Deutsche Bank und den Holzmann-Konzern wegen des Debakels des deutschen Bau-Riesen erhoben. André Leysen, Chef des Gevaert-Verwaltungsrates, zog zugleich sein Mandat im Holzmann-Aufsichtsrat zurück. Gestern hat er die Klage bestätigt und detailliert Stellung bezogen: "Auf die Frage, wie es um unsere Meinungsverschiedenheit mit der Deutschen Bank in Sachen Holzmann steht, bestätigen wir, dass wir Klage erhoben haben gegen Holzmann und die Deutsche Bank". Und: "Die Klage gegen Holzmann ist auf einen deutlich geringeren Betrag gerichtet, als die Klage gegen die Deutsche Bank." Holzmann habe vermutlich auch Schadensersatzansprüche gegen ehemalige Vorstandsmitglieder. Die Deckungssumme der Versicherung der Vorstandsmitglieder übersteige die Gevaert-Klage gegen Holzmann. Wie bereits bekannt, beträgt die Gevaert-Schadenssumme rund 400 Millionen Mark. Der knapp gefasste "Bericht über die Holzmann-Angelegenheit" lässt an Schärfe nichts zu wünschen übrig: "Wir haben die Deutsche Bank über Jahrzehnte als ein uns befreundetes Institut angesehen (... ), nichts unversucht gelassen, einen Rechtsstreit zu vermeiden." Eine Antwort habe man jedoch nicht bekommen. Für Leysen scheint die Schuldfrage beim wirtschaftlichen Debakel von Holzmann geklärt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben