Wirtschaft : Hoppenstedt neuer Sparkassenpräsident

BONN (dpa).Der niedersächsische Sparkassenpräsident Dietrich Hoppenstedt (57) wird an die Spitze des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes rücken.Der Nachfolger von Präsident Horst Köhler (55), der im Herbst zur Osteuropabank nach London wechselt, wurde am Montag von der außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer großen Mehrheit von 23 Stimmen - bei zwei Ablehnungen und zwei Enthaltungen - für die Dauer von sechs Jahren gewählt.Wider Erwarten kam es nicht zu einer Kampfabstimmung, bestätigte der Verband.Damit unterlag Hoppenstedts Konkurrent Gustav Adolf Schröder (55) bereits im Vorfeld, der seine Kandidatur kurzfristig zurückgezogen hatte.

Hoppenstedt ist der fünfte Präsident der Spitzenorganisation der Sparkassen nach Fritz Butschkau (bis 1969), Ludwig Poullain (bis 1972), Helmut Geiger (bis 1993) und Horst Köhler, der das Amt gut fünf Jahre innehatte.In der großen Finanzgruppe von Sparkassen und Landesbanken soll die unter Köhler wesentlich eingeleitete Neustrukturierung der derzeit 13 Landesbanken und zwölf Sparkassenverbände mit 598 rechtlich selbständigen örtlichen Instituten fortgesetzt werden.Das kündigte Hoppenstedt nach seiner Wahl an.In seinem Verbandsgebiet war erst die Fusion der Norddeutschen Landesbankgirozentrale mit der Bankgesellschaft Berlin gemanagt worden.Weitere Straffungen und Neuorganisationen stehen im Südwesten, in Sachsen und in Rheinland-Pfalz zur Diskussion.Alle Änderungen müssen sich laut Hoppenstedt an bestehenden Grundsätzen messen lassen: die kommunale Bindung, dezentrale Unternehmerverantwortung, arbeitsteiliges Zusammenwirken im Verbund und die Beachtung des Regionalprinzips.Mit allen Regionen sei über Strukturanpassungen nachzudenken.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben