Wirtschaft : Hoppenstedt prüft Neuen Markt

FRANKFURT (MAIN) (ADN). Nach der Erfolgsstory des Neuen Marktes hat die Abteilung Research des Wirtschaftsfachverlags Hoppenstedt eine aktuelle Studie des gut zwei Jahre jungen Marktsegments veröffentlicht. Wie Bruno Hidding, Analyst bei Hoppenstedt Research, am Dienstag sagte, seien dabei insbesondere die 63 Börsenneulinge des ersten Halbjahres 1999 unter die Lupe genommen worden. Seit einigen Monaten sammele Hoppenstedt alle Analysen und Gewinnschätzungen über die Werte des Neuen Marktes. Die Ergebnisse stellt Hoppenstedt wöchentlich im Chartheft "Neuer Markt" und im Internet zur Verfügung.Die schnelle Emissionsfolge habe eine gewisse "Verstopfung" mit sich gebracht, sagte Hidding weiter. Nach Ansicht von Hoppenstedt Research beruhe dies jedoch weniger auf kapitalmäßiger Überanspruchung als vielmehr auf intellektueller Überforderung. Anleger, Analysten als auch Journalisten seien kaum noch in der Lage, alle Emissionen sorgfältig zu durchforsten.Hoppenstedt liefere mit der Studie keine Tips. Vielmehr würden für den selbstentscheidenden Anleger die Chancen der Börsenneulinge aufgezeigt. Dabei werden die bis zum 30. Juni verfügbaren Daten verwendet. Kern der Studie sind 63 Einzelportraits der Neulinge im Neuen Markt. Hinzu kommt eine allgemeine Beschreibung der Entwicklung des Neuen Marktes und Branchenabhandlungen.1998 erreichte die Hoppenstedt-Verlagsgruppe einen Jahresüberschuß nach Steuern von 3,3 Mill. DM nach 2,7 Mill. DM im Jahr zuvor. Der Gruppenumsatz erhöhte sich 1998 von 117,4 auf 119,2 Mill. DM. Mit jeweils einem Drittel hätten die Produktbereiche "Bezugsquellennachweise und Produktinformationen" sowie "Firmeninformation" den höchsten Anteil am Gruppenumsatz erzielt, teilte das Unternehmen mit. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Gruppenumsatz von 127 Mill. DM und einen Jahresüberschuß von vier Mill. DM erwartet. Das teilte Roland Repp, Sprecher der Geschäftsführung, am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz mit.Umsatz und Ergebnis seien 1998 durch die günstige Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft Hoppenstedt Bonnier Invest AB, Stockholm, ein Joint-venture mit der schwedischen Bonnier Information Services AB, beeinflußt worden. Nach Verlusten durch Anlaufkosten der einzelnen Gesellschaften dieser Beteiligung sei 1998 der Turn-around geschafft.

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