Wirtschaft : Horst Köhler neuer Chef des Währungsfonds - Vorstand wählt Deutschen einstimmig an die Spitze

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Horst Köhler ist neuer Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF-Vorstand wählte den Deutschen am Donnerstag in Washington einstimmig zum Generaldirektor, teilte der Fonds mit. Köhler, der bisherige Präsident der Osteuropa-Bank in London, wird Nachfolger von Michel Camdessus, der vorzeitig zurückgetreten ist. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Der Führungswechsel an der Spitze des IWF bietet nach Überzeugung der beiden Entwicklungsorganisationen WEED (World Economy, Ecology & Development) und Oxfam (Oxford Committee for Famine Relief) die große Chance zu einer umfassenden Reform der Washingtoner Institution. Nur durch eine grundlegende Neuordnung der IWF-Finanzpolitik könne die Armut in den Entwicklungsländern effektiver bekämpft werden, heißt es in der am Donnerstag in Berlin vorgelegten deutschen Fassung einer Studie von Oxfam. Mit der Wahl Köhlers habe Deutschland die Chance, seinen Einfluss innerhalb der Organisation zu verstärken, sagte der Autor der Studie, Kevin Watkins.

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