Wirtschaft : HP setzt sich von Dell ab

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Berlin/Portland - Beim Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) zeigen sich deutliche Erfolge des Sanierungskurses von Unternehmenschef Mark Hurd: Um mehr als 50 Prozent ist der Gewinn im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gestiegen. Hurd hatte Profitabilität vor Umsatzwachstum gesetzt. Die Erlöse kletterten um fünf Prozent.

Damit sind auch die Aussichten von HP gestiegen, im Computergeschäft wieder näher an Marktführer Dell heranzukommen. Bisher galt HP hier als nahezu chancenlos. Während Dell unter dem schwächelnden Verkauf von Personalcomputern und Servern an Firmen leidet, profitierte HP von der wachsenden Nachfrage privater Nutzer, vor allem nach Laptops.

HP lieferte 16 Prozent mehr PCs als im Vorjahr aus und steigerte die Erlöse in dem Bereich um ein Zehntel auf sieben Milliarden Dollar. Der Absatz von Notebooks wuchs um mehr als ein Viertel, und die Gewinnspanne des einst defizitären Bereichs stieg gegenüber dem Vorjahr von 2,3 auf 3,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Erlöse im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar. Der Reingewinn verbesserte sich um 51 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Zwar geht der Abbau von 15 000 Stellen, den Hurd im vergangenen Jahr verkündet hatte, weiter. Hurd stellt aber zugleich neue Vertreter ein. Im abgelaufenen Quartal baute HP 1600 Jobs ab und hat damit seit 2005 insgesamt 8100 Arbeitsplätze gestrichen. In Deutschland, wo 9000 HB-Beschäftigte arbeiten, wurde im März eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat über den Abbau von 1000 Stellen getroffen – 500 weniger als angekündigt. Davon berührt sind vor allem zentrale Verwaltungs- und IT-Stellen. Vertrieb und Service seien weniger betroffen, sagte ein Sprecher. In Berlin beschäftigt HP in einer Vertriebsniederlassung rund 100 Mitarbeiter. je (HB)/mot

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