Wirtschaft : HRE peilt höheren Gewinn an Ehemalige Krisenbank macht mehr Neugeschäft

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Berlin - Fünf Jahre nach dem Höhepunkt der Krise geht es für die ehemalige Hypo Real Estate (HRE) aufwärts. Ihr Nachfolgeinstitut, die Deutsche Pfandbriefbank, hat am Dienstag ihre Prognose für das Jahresergebnis deutlich nach oben korrigiert. Vor Steuern peilt die Spezialbank für Immobilien- und öffentliche Infrastrukturfinanzierung mit Sitz in München jetzt einen Gewinn von „mindestens 150 Millionen Euro“ an. Das sind rund 50 Millionen Euro mehr als bislang erwartet.

Die HRE war das erste deutsche Institut, das in der Finanzkrise Garantien vom Bund bekommen hatte und später komplett verstaatlicht worden war. Bis heute ist es die teuerste Sanierung einer Bank in der deutschen Finanzgeschichte. Der Name Hypo Real Estate ist mittlerweile gestrichen. Vor drei Jahren wurden die faulen Wertpapiere und Kredite der HRE in eine Bad Bank ausgelagert und der gesunde Teil des Geschäfts in Deutsche Pfandbriefbank umbenannt. Sie soll jetzt bis 2015 privatisiert werden.

Jetzt laufen die Geschäfte so gut, dass die Bank ihre eigenen Erwartungen zu übertreffen scheint. Als Grund nannte das Institut geringere Belastungen aus dem Derivategeschäft und das Neugeschäft mit Krediten, das sich deutlich belebt hat. So hat die Bank, die vor allem große Immobilienprojekte wie Bürogebäude oder Hotels finanziert, allein im gerade zu Ende gegangenen dritten Quartal ein Neugeschäft in Höhe von rund zwei Milliarden Euro gemacht – fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Dazu trug unter anderem der hohe Ertrag aus dem Verkauf eines Bürogebäudes im Ausland bei, das die Pfandbriefbank 2010 gekauft hatte. Carla Neuhaus

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