Wirtschaft : Hypo-Vereinsbank: Berichte über Einstieg in Österreich

Neuerliche Spekulationen über einen Einstieg der Hypo-Vereinsbank, München, bei der Bank Austria (BA) haben die Aktien des größten österreichischen Geldinstituts am Donnerstag an der Wiener Börse steigen lassen. Die Bank-Austria-Aktie legte bis zum späten Vormittag rund zwei Prozent auf 51 Euro zu. Die Wiener Tageszeitung "Die Presse" hatte in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, dass eine Entscheidung über eine Beteiligung der Bayern an der Bank Austria bereits am kommenden Wochenende fallen könnte.

Dem Bericht zufolge, zu dem keines der beiden Kreditinstitute Stellung nehmen wollte, strebt die Hypo-Vereinsbank eine Beteiligung von 25 Prozent plus einer Aktie an. Dies würde ihr eine Sperrminorität bei der Bank Austria sichern. Die Hypo-Vereinsbank würde demnach die zehn-Prozent-Beteiligung der Westdeutschen Landesbank an der Bank Austria übernehmen. Zudem wolle der größte BA-Aktionär, die der Gemeinde Wien nahestehende Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ), einen Teil ihrer 22-Prozent-Beteiligung an der Bank Austria abgeben. Dem Bericht zufolge hat die Hypo-Vereinsbank zudem bereits über die Börse BA-Aktien gekauft.

Bei der BA kam der größte Widerstand gegen die Hereinnahme eines neuen Partners bisher von der Belegschaftsvertretung, die auf einem "inländischen Kernaktionär", eben der AVZ, beharrte, um die besonders gut abgesicherten Mitarbeiterrechte zu sichern. Eines der Pfunde, mit denen BA wuchern kann, ist ein dichtes Bankennetz in den so genannten Reformstaaten Ost- und Mitteleuropas. Auch der Bereich Vermögensverwaltung ist ein Schwergewicht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben