Wirtschaft : Hypo-Vereinsbank: Foreign & Colonial wird verkauft

Die Hypo-Vereinsbank verkauft den britischen Vermögensverwalter Foreign & Colonial. Die Versicherungsgruppe Eureko zahle laut Grundsatzvereinbarung für die 90-Prozent-Beteiligung einen Preis von 414 Millionen Pfund (rund 1,3 Milliarden Mark), teilte die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG am Freitag mit. Der Verkauf sei Teil der Neuausrichtung in der Vermögensverwaltung.

Das Geschäft werde in der Bilanz des Jahres 2001 wirksam, hieß es. Der Buchgewinn sei steuerfrei, da es sich um eine ausländische Beteiligung handele. Der Kurs der Hypo-Vereinsbank-Aktie legte am Freitag zwischenzeitlich um knapp vier Prozent auf 58,20 Euro zu.

Die Hypo-Vereinsbank bündelt derzeit ihr Geschäft im Fondsmanagement bei der Tochter Activest. Diese sei die am schnellsten wachsende Kapitalanlage-Gesellschaft in Deutschland und habe derzeit einen Marktanteil von mehr als fünf Prozent, so die Bank. Ihre Fonds werden sowohl über das eigene Haus als auch über Dritte vertrieben. Die Hypo-Vereinsbank wiederum vermittelt seit September 2000 in ihren Filialen auch Fonds an Privatkunden, die von anderen Gesellschaften aufgelegt werden. In dieser Gesamtstrategie sei die Beteiligung an F & C strategisch nicht mehr entscheidend gewesen, sagte eine Sprecherin in München. Die britische Gesellschaft bleibe auch nach dem Verkauf einer der exklusiven Kooperationspartner der Bank.

Die Versicherungsgruppe Eureko gehört der Mitteilung zufolge zu den 15 größten Playern dieser Branche in Europa. Die Gruppe war aus der Fusion der niederländischen Achmea, der portugiesischen Seguros e Pensoes und der irischen Friends First hervorgegangen.

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