• Hypo-Vereinsbank prüft stärkeren Stellenabbau Vorstand spricht mit dem Betriebsrat über Kostensenkungen

Wirtschaft : Hypo-Vereinsbank prüft stärkeren Stellenabbau Vorstand spricht mit dem Betriebsrat über Kostensenkungen

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München (dpa). Die HypoVereinsbank zieht einen weiteren Stellenabbau in Betracht, um die Kosten stärker als bisher geplant zu senken. Bei einem Treffen zwischen Vorstand und Betriebsrat sei der Arbeitsplatzabbau als eine Möglichkeit diskutiert worden, schreiben die Beteiligten in einem Brief an die Mitarbeiter der Hypo-Vereinsbank. Dabei solle überwiegend die Fluktuation genutzt werden. Bisher hatte die zweitgrößte deutsche Bank den Abbau von 9100 Arbeitsplätzen angekündigt. In Branchenkreisen wird damit gerechnet, dass noch einmal mehrere tausend Stellen zusätzlich wegfallen könnten.

Bank-Chef Dieter Rampl und Gewerkschaftsvertreter nannten den weiteren Abbau von Stellen als eine mögliche „intelligente Lösung“ zur Kostensenkung. Neben dem Stellenabbau standen bei dem Treffen zwischen Betriebsrat und Vorstand auch flexible Arbeitszeitmodelle sowie mehrmonatige Auszeiten zur Diskussion. „Im nächsten Schritt werden nun die Maßnahmen bis Ende Februar mit den zuständigen Gremien konkretisiert und in entsprechende Vereinbarungen umgesetzt“, heißt es in dem Brief, der auch von Konzernchef Rampl unterzeichnet ist. Die Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Bank wieder in eine stabile Ertragssituation zu führen. Rampl hatte angesichts der anhaltenden Branchenkrise bereits Anfang des Jahres harte Einschnitte angekündigt. Zu den Umstrukturierungen bei der Hypo-Vereinsbank gehört ein Umbau des Vorstandes und eine deutliche Verringerung der Kreditrisiken.

   Die Hypo-Vereinsbank leidet wie auch die anderen Kreditinstitute in Deutschland stark unter der Wirtschaftsflaute und der Talfahrt an den Börsen. Allein im dritten Quartal des vergangenen Jahres verbuchte die Bank einen operativen Verlust von 684 Millionen Euro.

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