Wirtschaft : Hypo-Vereinsbank verdient weniger Geringere Erlöse mit Börsengang der Tochter Bank Austria

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München (nad). Die finanziell angeschlagene HypoVereinsbank (HVB) erlöst beim Börsengang ihrer österreichischen Tochter Bank Austria Creditanstalt weniger als ursprünglich erwartet. Die Preisspanne werde bei 27 bis 31 Euro pro Aktie liegen, teilte die Bank Austria am Montag in Wien mit. HVB-Vorstandschef Dieter Rampl hatte Anlegern zuvor einen Preis von bis zu 34 Euro in Aussicht gestellt. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung werden den Anlegern zunächst bis zu 33 Millionen neue Stammaktien angeboten. Darüber hinaus ist eine Mehrzuteilungsoption von 15 Prozent – knapp fünf Millionen Stammaktien – vorgesehen. Ohne Mehrzuteilungsoption ergibt sich nach Angaben der Bank ein Emissionsvolumen von 892 Millionen bis 1,02 Milliarden Euro. Inklusive Mehrzuteilungsoption läge das Emissionsvolumen bei bis zu 1,18 Milliarden Euro.

Damit ist der dringende Kapitalbedarf der Hypo-Vereinsbank aber bei weitem noch nicht gedeckt. In Bankenkreisen hieß es am Montag, die HVB müsse angesichts des niedrigen Emissionsvolumens der Bank Austria nun die geplanten Verkäufe der Töchter Norisbank und Vereins- und Westbank forcieren. HVB-Chef Rampl hatte bei seinem Amtsantritt im Januar als Ziel vorgegeben, die Kernkapitalquote bis zum Jahresende von 5,6 Prozent auf sieben Prozent zu steigern.

Die Zeichnungsfrist der Bank Austria startet nach Angaben des Kreditinstituts sofort; die Erstnotiz an der Wiener Börse ist für den 9. Juli geplant. Nach Angaben des Bank-Austria-Vorstandsvorsitzenden Karl Samstag wird eine weitere Börseneinführung in Warschau geprüft. Das frische Kapital will die HVB zur Stärkung ihrer angegriffenen Kapitalbasis nutzen. Allerdings wollen auch die Österreicher das Geld für sich – und damit weitere Zukäufe finanzieren.

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