Wirtschaft : Hypovereinsbankchef warnt Regierung

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München (cbu/HB). Albrecht Schmidt, Chef der Hypo-Vereinsbank (HVB), fordert die Politik zu schnellen und radikalen Reformen auf. „Die nächsten zwölf Monate werden entscheiden, ob wir japanische Verhältnisse bekommen oder wieder eine starke Wirtschaftsnation werden“, sagte Schmidt dem Düsseldorfer Handelsblatt. Werde nicht bald gehandelt, könnte die derzeitige Krise lange dauern.

Schmidt gibt damit Befürchtungen, Deutschland könne in eine ähnliche wirtschaftliche Depression stürzen wie Japan, neue Nahrung. In Japan führte eine tiefe Wirtschafts- und Bankenkrise zu einem langen Abschwung, der bis heute anhält.

Schmidt sieht Deutschland zwar noch von japanischen Verhältnissen entfernt. „Aber wir müssen jetzt alles tun, was Japan versäumt hat", mahnte der Banker. Er fordert Subventionsabbau sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Angesichts der derzeitigen Krise im Bankensektor erwägt der Münchener Konzern zudem einen weiteren Stellenabbau. „Wir überprüfen permanent unsere Prozesse. Da können auch weitere Stellen betroffen sein", sagte Schmidt. Bisher hat die Bank den Abbau von 9100 Stellen verkündet. Damit fällt bereits mehr als jeder zehnte Arbeitsplatz weg.

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