Wirtschaft : Hyundai verkauft mehr im Ausland Gewinn und Umsatz steigen kräftig

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Tokio (bas/HB). Hyundai hat vor allem über Verkäufe im Ausland Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr zweistellig gesteigert. Koreas größter Autobauer, an dem DaimlerChrysler gut zehn Prozent hält, erhöhte seinen Nettogewinn um elf Prozent auf 988,5 Milliarden Won (rund 740 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis legte bei einem zehnprozentigen Umsatzanstieg auf 12,67 Billionen Won sogar um 42 Prozent auf 1,26 Billionen Won zu. Das Betriebsergebnis stieg einerseits so stark, weil im Ausland mehr höherwertige Modelle abgesetzt wurden, bei denen die Margen auch größer sind. Zum anderen hatten im Vorjahr einmalige Verkaufsprovisionen und Einmal-Boni an die Beschäftigten auf das Ergebnis gedrückt. Im laufenden Jahr werden die Kosten für Produktionsausfälle wegen wochenlanger Streiks und einer anschließenden Lohnerhöhung von 8,6 Prozent plus Einmalzahlungen das Ergebnis im dritten Quartal belasten. Dafür jedoch dürfte im Gegenzug der Inlandsmarkt wieder anziehen, wo Hyundai im ersten Halbjahr rund zwölf Prozent weniger Autos verkaufte. Nach der Einigung mit den Gewerkschaften nimmt Hyundai Motor jetzt wieder die Verhandlungen mit Daimler-Chrysler über den 50-Prozent-Einstieg der Stuttgarter in Hyundais Nutzfahrzeuggeschäft auf. Auch hier gilt es, mit der starken Hyundai-Betriebsgewerkschaft eine Einigung zu finden. Das Thema Streik ist für Hyundai Motor jedoch noch nicht vom Tisch. Jetzt beginnen Arbeitsniederlegungen bei der Tochter Kia Motors, an der Hyundai Motors 45,6 Prozent und Hyundai Capital weitere 8,9 Prozent hält.

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