Wirtschaft : IAA: Ein Viertel weniger Besucher auf der Autoschau

Zum ersten Publikumstag bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) sind am Sonnabend deutlich weniger Menschen in die Frankfurter Messehalle geströmt als bei der vergangenen Autoschau. Insgesamt registrierten die Veranstalter 73 900 Besucher. Das waren 19 Prozent weniger als am ersten Publikumstag vor zwei Jahren, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten. Seit Donnerstag zählte der IAA-Veranstalter, der Verband der Automobilindustrie (VDA), 229 700 Besucher. Das waren 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Am Sonnabend war die IAA für das allgemeine Publikum geöffnet worden. Die Autofans konnten sich die Neuheiten der rund 1100 Hersteller und Zulieferer anschauen. Der Verkehr rund um das Messegelände lief am Wochenende ohne größere Behinderungen. Auf der 59. IAA werden von den Automobilherstellern aus aller Welt 57 Premieren präsentiert.

Nach VDA-Angaben verzichteten die meisten Aussteller nach dem Terroranschlag in den USA weitgehend auf Showelemente. Am Montag wird Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig auf der IAA erwartet. Für Dienstag hat sich Bundeskanzler Gerhard Schröder angesagt.

Am Wochenende drängten sich die Besucher vor allem um die Luxusautos. Auf einer runden, mit schneeweißem Teppich bedeckten Empore präsentiert Ferrari die neuesten Produkte. Zwischen 240 000 Mark (122 000 Euro) und 360 000 Mark kosten die knallroten Flitzer, die die Autobauer aus Maranello mitgebracht haben. Nur einige ausgewählte Kunden dürfen die Empore betreten und sich in die neuesten Modelle setzen. Die Ferrari-Mitarbeiter können sich Zeit nehmen für ihre erlesene Kundschaft. An den nicht abgesperrten Ständen der Automarken, die für die meisten Verbraucher eher erschwinglich sind, können sich die Hostessen und ihre männlichen Kollegen dagegen gar nicht mehr vor Anfragen retten. Ganze Familien machen einen Ausflug zur IAA.

Viele Besucher haben sich eine große Tragetasche um die Schulter gehängt - besonders begehrt sind dabei die Taschen mit dem Logo großer Nobelmarken. An jedem Stand füllen sich die Beutel mit weiteren Hochglanzprospekten der neusten Modelle. Vor der Halle von BMW hat sich nach kurzer Zeit schon eine lange Schlange gebildet. Mehrere hundert Menschen warten geduldig auf Einlass in die "Dynaform"-Halle. Die sei nur für 4300 Personen zugelassen, erklärt ein Sicherheitsmitarbeiter. "So fünf Minuten wird es schon dauern", entschuldigt sich der Mann bei den Wartenden.

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