Wirtschaft : IBB schreibt 2008 Rekordgewinn

Berlin - Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 so viel verdient wie noch nie zuvor im operativen Geschäft. „Wir haben einen Jahresüberschuss von gut 42 Millionen Euro erzielt und liegen damit mehr als 30 Prozent über Plan“, sagte IBB-Chef Dieter Puchta dem Tagesspiegel am Sonntag. 2007 hatte die IBB zwar einen Gewinn von 126 Millionen Euro erzielt. Darin waren nach Auskunft des Vorstandsvorsitzenden jedoch Sondereffekte von 103 Millionen Euro aus dem Verkauf der Gewerbesiedlungsgesellschaft (GSG) und aus Zinszahlungen für stille Einlagen enthalten. Ohne diese Effekte hätte der Überschuss 2007 bei 23 Millionen Euro gelegen.

Auch die Wirtschaftsförderung der Bank lag deutlich höher als im Vorjahr. „Wir haben im Jahr 2008 insgesamt 35 Prozent mehr an Wirtschaftsförderung geleistet als 2007“, sagte Puchta. Insgesamt seien Darlehen, Beteiligungen und Zuschüsse in Höhe von 436 Millionen Euro geflossen. Darin enthalten sei ein Globaldarlehen von 105 Millionen Euro für mehrere Berliner Kreditinstitute. Das Geld sollen die Geschäftsbanken als zinsgünstige Kredite an Unternehmen weiterreichen. 2007 hatte das Volumen der Fördermittel bei 323 Millionen Euro gelegen. Damals waren aber auch keine Globaldarlehen vergeben worden.

Die IBB ist die Förderbank des Landes Berlin. Sie vergibt über verschiedene Programme Darlehen, Beteiligungen und Zuschüsse an regionale Unternehmen. Dazu gehören Angebote für Unternehmen in der Gründungs- oder Wachstumsphase, aber auch für notleidende Unternehmen in Finanzierungsschwierigkeiten. In der Regel schüttet die Bank nur einen Teil ihres Gewinns an das Land aus, der Rest bleibt als zusätzliches Eigenkapital in der Bank.stek

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