IBM-Chefin Koederitz : Auf dem Weg ins Wunderland

IBM Deutschland-Chefin: Schlüssel zur Effizienz.

Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die Parallele, die IBM Deutschland-Chefin Martina Koederitz beim Tagesspiegel Cloud Forum am Donnerstag zog, war denkbar ehrfurchtgebietend: „Die Cloud geht den Weg wie das Internet“, sagte Koederitz da. Auch das Netz habe sich vom Expertentool über ein Spielzeug für Nerds zu einem breiten Modell gesellschaftlicher Kommunikation entwickelt. Ähnlich bedeutend sei die Entwicklung des Cloud Computing: Seine Durchsetzung bedeute einen „Paradigmenwechsel in der IT-Bereitstellung“. Und diese sei – auch hier griff Koederitz nach oben – für Unternehmen der „Schlüssel zur Effizienz“. Nur mit modernster Informationstechnologie könnten viele Services überhaupt noch weltweit wettbewerbsfähig zur Verfügung gestellt werden. Die Cloud gehe dabei den „nächsten Schritt zur Flexibilisierung“, sei als unbegrenzt skalierbares System der „Traum jedes IT-Beauftragten“.

Dafür, dass dieser Traum nicht zum Albtraum wird, möchte IBM Deutschland als Dienstleister bereitstehen – die entsprechenden Rahmenbedingungen forderte Koederitz am Donnerstag von der Politik ein: „Protektionistische Regelungen bringen uns nicht weiter“, wandte sich Koederitz gegen gesetzliche Rahmenbedingungen, die allein Cloud-Rechtssicherheit innerhalb der deutschen Grenzen gewährleisten sollen. Eine rein deutsche Cloud-Diskussion sei angesichts eines gerade in diesem Sektor voll globalisierten Wettbewerbs wenig zielführend. Vielmehr gehe es darum, Deutschland als Qualitätsstandort für Datenserver und Dienstleister in der Welt durchzusetzen. „Cloud made and secured in Germany“ – also hergestellt und gesichert in Deutschland – könnte da, geht es nach Martina Koederitz, zum Markenzeichen werden. jos

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