Wirtschaft : IBM macht durch den schwachen Dollar gute Geschäfte Umsatz und Gewinn steigen

Weltweiter PC-Markt legt zu

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Berlin (msh). Der weltweit größte Computerkonzern IBM hat im ersten Quartal dank einer deutlich stärkeren Nachfrage von Firmen Umsatz und Gewinn gesteigert. Dabei profitierte der auf allen Kontinenten tätige Konzern vom schwachen Dollar. Die Börse in New York reagierte verhalten, weil Analysten ein besseres Ergebnis in der Chip und in der Servicesparte von IBM erwartet hatten. Der Kurs der IBM-Aktie sank am Freitag in New York um etwas mehr als zwei Prozent.

Die Zahlen stärken die Hoffnung, dass Firmen wieder stärker in neue Informationstechnik investieren. „Das Ergebnis bestätigt unsere Einschätzung, dass sich der IT-Markt erholt“, sagte IBM-Finanzchef John Joyce in einer Telefonkonferenz. Nach Schätzung des Marktforschungsunternehmens IDC werden die Ausgaben der Firmen in neue Computertechnik 2004 um fünf Prozent steigen. 2003 stiegen die IT-Ausgaben um nur zwei Prozent, in den beiden Jahren davor sanken sie sogar.

Der Umsatz von IBM stieg im ersten Quartal um elf Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings erhöhten sich die Erlöse ohne Berücksichtigung des schwachen Dollars nur um drei Prozent. Der Konzern macht fast 60 Prozent seines Umsatzes in Übersee. Der Gewinn stieg um 16 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Besonders stark legte die Hardware-Sparte mit einem Plus von sechzehn Prozent zu. Während Großrechner (Server) solide Gewinne abwarfen, machten die Chip- und die PC-Sparte trotz steigender Nachfrage weiterhin Verluste.

Auf dem weltweiten PC-Markt konnte sich IBM nach Angaben der Marktforschungsfirma Gartner im ersten Quartal allerdings als Nummer drei hinter Dell und Hewlett Packard behaupten. Weltweit stiegen die Auslieferungen um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 45,3 Millionen Stück. Angetrieben werde der Markt nach Angaben von Gartner zunehmend von Unternehmen, die ihre alten Personal Computer durch neue Modelle ersetzen. Dieser Trend werde im Verlauf des Jahres anhalten.

Anders als die meisten anderen Hightechfirmen hat der Hersteller von Hochleistungsrechnern Sun im ersten Quartal einen Verlust von 760 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Grund für den Verlust sind hohe Restrukturierungskosten. Sun kämpft in seinem Geschäft mit hochpreisigen Rechnern gegen die erstarkende Konkurrenz von Herstellern wie Dell, Hewlett Packard oder IBM.

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