Wirtschaft : IBM streicht weitere 1500 Stellen

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Armonk (dpa). IBM hat unter seinem neuen Konzernchef Samuel J. Palmisano eine groß angelegte Kostensenkungsaktion eingeleitet. Sie wird dem Unternehmen im zweiten Quartal dieses Jahres zwei bis 2,5 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) an Sonderbelastungen für Stellenstreichungen, den Ausstieg aus dem Festplattenlaufwerk- Geschäft und Abschreibungen im Chip-Bereich bringen, teilte der weltgrößte Computerkonzern am Dienstagabend nach Börsenschluss mit.

Die Sonderkosten werden vor allem im zweiten Quartal 2002 anfallen. Sie könnten damit zum ersten IBM-Quartalsverlust seit acht Jahren führen, erklärte das „Wall Street Journal“ am Mittwoch. Die Wall-Street-Analysten hatten stattdessen mit einem Gewinn von 87 Cents je Aktie oder von 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. IBM hat mit hohen Verlusten im Halbleiterbereich und im Festplattenlaufwerk-Geschäft zu kämpfen und hatte nach Darstellung von Computerfachleuten vor allem in seiner Chip-Sparte einen zu hohen Personalbestand.

IBM hat rund 1500 Halbleiter-Mitarbeiter nach Hause geschickt. Das Unternehmen hat nach Angaben der Kommunikationsarbeiter-Gewerkschaft CWA in den letzten Wochen bereits mehr als 5300 Stellen gestrichen. IBM hatte Ende 2001 weltweit fast 320 000 Mitarbeiter, davon etwa 150 000 in den USA. Hitachi kauft die Festplatten-Laufwerksparte von IBM für 2,05 Milliarden Dollar. Dabei gibt IBM 18 000 Mitarbeiter ab. In Mainz sind dadurch mehr als 1000 IBM-Arbeitsplätze gefährdet.

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