Wirtschaft : IBM und Dell wollen zusammenarbeiten

NEW YORK (pf).Auf dem US-Computer-Markt rücken die Konkurrenten enger zusammen.Der Grund sind erbitterte Preiskämpfe und ein weltweiter Nachfragerückgang.Das jüngste Beispiel ist die in diesen Tagen angekündigte Vereinbarung zwischen International Business Machines Corp.(IBM) und der Dell Computer Corp., Round Rock (Texas), dem erfolgreichsten Versandhaus von Personalcomputern in den USA.IBM verspreche sich von dem Pakt mit Dell zusätzliche Umsätze in Milliardenhöhe, sagen Analysten, und Dells Kundschaft würde von dem Deal durch den Zugang zu dem Service von IBM profitieren.

Service ist der am schnellsten wachsende Bereich in der Computer-Branche.Er besteht in der Hauptsache aus Beratung, Installierung und Wartung.Bei IBM steuerte der Bereich im vergangenen Jahr etwa 30 Mrd.Dollar zum Konzernumsatz bei.In der PC-Branche hat IBM seit mehreren Jahren einen schweren Stand, nicht zuletzt als Folge eines Schwarms junger Unternehmen wie Dell und Gateway, die ihre Geräte "maßgeschneidert" im Direktverkauf liefern und hierdurch Lager- und andere Kosten sparen.

Nach einer Statistik der Firma Dataquest Inc.sind die IBM-Auslieferungen im vergangenen Jahr weltweit um 0,4 Prozent auf 8,2 Prozent gefallen.Dell ist der zweitgrößte PC-Hersteller nach Compaq Computer Corp.Neuerdings verkauft Dell auch größere Rechner, Server und Workstations.Der Firma fehlt jedoch ein eigener Service-Bereich.Noch ist Dell aber trotzdem der profitabelste PC-Hersteller in den USA.Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres wies das Unternehmen 5,17 Mrd.Dollar Umsatz aus, ein Zuwachs von 38 Prozent.

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