IFA 2015 : Die Funkausstellung ist geöffnet

Die Elektronik-Messe IFA in Berlin ist am Freitag offiziell für das Publikum gestartet. Bis Mittwoch präsentieren 1645 Aussteller Neuheiten bei Unterhaltungselektronik, Hausgeräten sowie Smartphones und Computer-Uhren.

Die IFA öffnet vom 04.-09.09.2015 für Besucher. Mehr als 1.640 Aussteller präsentieren Neuheiten bei Unterhaltungselektronik, Hausgeräten sowie Smartphones und Computer-Uhren.
Die IFA öffnet vom 04.-09.09.2015 für Besucher. Mehr als 1.640 Aussteller präsentieren Neuheiten bei Unterhaltungselektronik,...Foto: dpa

Die Elektronik-Messe IFA in Berlin ist am Freitag offiziell für das Publikum gestartet. Bis Mittwoch präsentieren 1645 Aussteller Neuheiten bei Unterhaltungselektronik, Hausgeräten sowie Smartphones und Computer-Uhren. Die IFA gilt als ein zentraler Treffpunkt der Branche neben der CES in Las Vegas. Zu den Schwerpunkten gehören in diesem Jahr der vernetzte Haushalt sowie Technik, die man direkt am Körper trägt - die sogenannten Wearables. Außerdem gibt es traditionell viel Unterhaltungselektronik wie große Flachbild-Fernseher zu sehen.

IFA 2015 - Ein Rundgang
Zur Eröffnungsgala der Internationalen Funkausstellung kamen am 03.09.2015 in Berlin die Miss IFA, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), und der Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin, Christian Göke (r). Die weltgrößte Elektronikmesse in den Hallen unter dem Funkturm ist vom 04.-09.09.2015 geöffnet.Weitere Bilder anzeigen
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03.09.2015 11:52Zur Eröffnungsgala der Internationalen Funkausstellung kamen am 03.09.2015 in Berlin die Miss IFA, der Regierende Bürgermeister...

Überwachung im Schlaf

Der Megatrend Vernetzung erobert die letzten Refugien des Privatlebens. Für viele ist derzeit noch die Nacht die einzige Zeit, in der auch Smartphone, Tablet und Fernseher ihre Auszeit nehmen. Sorglos schlafen und Kraft tanken für den nächsten Tag. Das soll sich ändern. Mehrere Technologiekonzerne zeigten auf der IFA Produkte zur Überwachung des Schlafes.

Samsung Electronics geht mit Sleep Sense an den Start, ein drahtloses flaches Gerät, das unter die Bettmatratze gepackt werden soll. Verbunden mit dem Smartphone zeichnet Sleep Sense Herzschlag, Atem und Bewegungen auf, um Schlafrhythmen zu erkennen. "Morgens werden die Daten analysiert, und man erhält einen kleinen Überblick", sagte der Samsung-Chef für digitale Produkte, Yoon C. Lee. Zudem könne der Sleep Sense mit anderen Geräten wie der Klimaanlage, Beleuchtung, den Jalousien oder dem Fernseher vernetzt werden. Die Südkoreaner haben sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 alle ihre Geräte miteinander kommunizieren können. Panasonic zeigt ähnliche Prototypen für die Überwachung der Körperdaten während der Bettruhe. Mit einer Auswertung am Morgen danach begnügen sich die Japaner nicht. Noch während der Nacht passt deren Technik etwa Luftfeuchtigkeit oder Temperatur in der Schlafstube an. Sie verfolgt auch den Schlafrythmus des Kunden und weckt ihn just dann sanft, wenn er in einer Leichtschlafphase schlummert. Mit einer weitergehenden Vernetzung könnte etwa auch gleich die Kaffeemaschine anspringen.

Selbstoptimierung als Vorläufer der Notfallmedizin

Die Anbieter haben allerdings nicht nur ausdefinierte Leistungsträger als Käufer im Blick, sondern wittern auch die wirtschaftlichen Chancen alternder Gesellschaften. "Wir entwickeln auch Produkte, die es älteren Menschen ermöglichen, länger zu Hause zu leben", sagt Panasonic-Europachef Laurent Abadie. "Die Vernetzung des digitalen Zuhauses mit Medizin- und Notfalldiensten wird auch ein Teil der Zukunft sein." Das sogenannte Internet der Dinge - also die Vernetzung von Computern, Tablets, Smartphones, Fernsehern, aber auch Kühlschränken, Waschmaschinen, Klimaanlagen und schließlich auch dem deutschen Fetischprodukt Auto - gilt in der Branche als riesiges Wachstumsfeld. Marktforschern zufolge wird sich der Umsatz mit vernetzter Haustechnik von 36 Milliarden Dollar weltweit im kommenden Jahr bis 2020 auf knapp 60 Milliarden Dollar fast verdoppeln.

Telekom kündigte ein spezielles Mobil-Angebot für Kinder an

Der Tarif „MagentaMobil Start“ ist als Einstiegstarif ohne Vertragsbindung gedacht. Die Karte lässt sich wahlweise über die Rechnung des Hauptnutzers oder per Prepaid-Zahlung aufladen und kostet 2,95 Euro im Monat. Auch ohne Guthaben sollen die Kinder über das Handy für alle Fälle eine Festnetznummer anwählen können. Den Tarif gibt es mit SMS-Flatrate und alternativ mit 100 und 200 Megabyte Datenvolumen, so dass er mit den Kindern mitwachsen könne, teilte die Telekom am Freitag mit. Eltern sollen auch flexibel bestimmen können, welche Inhalte für ihr Kind freigeschaltet werden. 

Telekom gestaltet Tarife um: schneller soll´s werden

Zudem gestaltet die Telekom ihre Mobilfunk-Tarife um. Neu- und Bestandskunden sollen künftig bei gleichbleibenden Preisen mehr Geschwindigkeit im LTE-Netz bekommen. Das Tempo im Tarif MagentaMobil S wird bei gleichem Datenvolumen von 25 auf 150 Megabit pro Sekunde aufgestockt, der M-Tarif bietet nun 2 Gigabyte Volumen mit einer Geschwindigkeit von 15 Mbit/s (zuvor 50 Mbit/s). Der Tarif MagentaMobil L bietet statt 3 nun 4 Gigabyte Datenvolumen mit jeweils maximal verfügbarer LTE-Geschwindigkeit. 
Am Donnerstag hatte bereits Vodafone angekündigt, dass Nutzer der Red-Tarife künftig mit der maximal verfügbaren Geschwindkeit unterwegs sein können. Neukunden und Vertragsverlängerer der Red-Tarife sollen zudem über ein um 33 Prozent vergrößertes Datenvolumen verfügen. 

Hochauflösende High-End-Audioplayer und ein neuer Sony Walkman

Pioneer und Sony sprechen Audiophile und Musiker mit neuen High-End-Audioplayern an, die speziell für die Wiedergabe hochaufgelöster Musikdateien entwickelt wurden. Der von Pioneer auf der IFA präsentierte XDP-100R spielt unter anderem FLAC- und WAV-Dateien (bis zu 384 kHz/24 bit) sowie DSD-Dateien (bis 11,2 MHz) sowie als Besonderheit das MQA-Lossless-Format ab. MQA ermöglicht den Angaben zufolge die Qualität der Masteraufnahme mit der Datenrate einer FLAC-Datei und spart dadurch Speicherplatz.

Sony hat zur Messe den Walkman NW-ZX100HN mit einem 3 Zoll großen Touchdisplay mitgebracht. Er spielt ebenfalls etwa FLAC- und WAV-Dateien (bis zu 192 kHz/24 bit) ab. DSD-Dateien (bis 5,6 MHz) konvertiert er in das Linear-PCM-Format. Komprimierte Musikdateien wie MP3 sollen klanglich verbessert werden - DSEE HX nennt Sony diese Technologie. Der Sony Walkman NW-ZX100HN soll im Oktober für 700 Euro auf den Markt kommen. Der Pioneer XDP-100R kommt im November zu einem noch ungenannten Preis. (dpa/rtr)

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