Wirtschaft : Ifa endet mit Rekord

Zehn Prozent mehr Aufträge – Hausgeräte-Hersteller sehr zufrieden

Berlin - Auf der 48. Internationalen Funkausstellung (Ifa), die am Mittwoch nach sechs Tagen endete, sind laut Veranstalter Verträge im Wert von mehr als drei Milliarden Euro geschlossen worden. Damit stieg das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf ein Rekordniveau. Die offizielle Besucherzahl der Ifa lag dagegen mit 220 000 knapp unter dem Vorjahreswert. 1245 Aussteller aus 63 Ländern präsentierten sich auf 122 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Zwei Drittel der Aussteller kamen aus dem Ausland.

„Die Veranstalter und die Aussteller ziehen übereinstimmend eine positive Bilanz“, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, zum Abschluss der Funkausstellung. Erstmals waren auf der Schau neben Kommunikations- und Unterhaltungselektronik auch Hausgeräte wie Waschmaschinen, Staubsauger und Kaffeeautomaten zu sehen. Miele- Chef Reinhard Zinkann, Sprecher der deutschen Hausgeräte-Industrie, nannte die Premiere „exzellent gelungen“. Die Neuheiten der Branche seien bei Handel, Käufern und Medien auf sehr positive Resonanz gestoßen und die Anbieter seien sehr zufrieden.

Auch Henrik Köhler, Leiter der Philips-Sparte „Consumer Lifestyle“, äußerte sich kurz vor Messeschluss zufrieden und meldete Auftragseingänge in dreistelliger Millionenhöhe. „Das neue Konzept der Ifa, Unterhaltungselektronik und Hausgeräte unter dem Dach einer Messe anzubieten, ist für Philips bestens aufgegangen“, sagte er. Besonderes Publikumsinteresse weckte Philips mit kontrastreichen und sparsamen Flachbildfernsehern, Hifi-Anlagen zur drahtlosen Musikübertragung und mit einer neuen Kaffeemaschine.

Unterdessen setzt sich der Preisverfall fort. Nach Angaben des Branchenverbands Bitkom sind Laptops, Digitalkameras und Handys in den vergangenen zwölf Monaten deutlich billiger geworden. Die Preise für Verbraucherelektronik seien um durchschnittlich zehn Prozent gesunken. Den stärksten Preisrutsch erlebten Notebooks, sie wurden um 25 Prozent billiger. men

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