Wirtschaft : Ifo: London bleibt führender Finanzplatz

MÜNCHEN (dpa).Die geplante Euro-Währung wird nach einer Studie des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München zu einer weiteren Konzentration der europäischen Finanzgeschäfte auf die drei großen Börsenplätze London, Frankfurt und Paris führen.Die Euro-Währung werde aber voraussichtlich zu Verschiebungen und einer Spezialisierung bei den "großen Drei" führen, heißt es.Die Londoner City werde dabei ihre Vorrangstellung behaupten, auch wenn Großbritannien der EWU zunächst nicht angehöre.Frankfurt und Paris könnten von einer Nicht-Teilnahme Großbritanniens bei der Euro-Währung profitieren, weil sie zu den größten Finanzzentren im Euro-Raum würden, heißt es in der Studie im Auftrag der Europäischen Kommission.Gemessen an der Marktkapitalisierung, also dem Kurswert der Wertpapiere, sei London der bei weitem größte Aktienmarkt in der Europäischen Union, gefolgt von Frankfurt, Paris und Amsterdam.Von den gesamten Aktien (Marktkapitalisierung) der EU-Mitgliedsstaaten entfielen 1996 knapp 38 Prozent auf die Londoner Börse, knapp 15 Prozent auf die Deutsche Börse in Frankfurt und gut 13 Prozent auf Paris.Die Ifo-Studie geht davon aus, daß sich die Auswirkungen für London aus einer Nicht-Teilnahme an der Euro-Währung in Grenzen halten.

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