Wirtschaft : Ifo: Preisanstieg bleibt gering

Lohnstückkosten sollen 1998 sinken MÜNCHEN (rtr).Sinkende Lohnstückkosten 1998 nach Einschätzung des Ifo-Instituts den gesamtwirtschaftlichen Preisanstieg in Deutschland bei etwa 1,25 Prozent niedrig halten.Dieser Wert liege aber über dem des Vorjahres von 0,7 Prozent, teilte das Forschungsinstitut mit.1997 sei jedoch auch der geringste Anstieg seit 1954 verzeichnet worden.Die Lohnstückkosten dürften 1998 zum dritten Mal in Folge sinken, die Gewinne deutlich steigen.Die bessere Ertragslage der Unternehmen könnte zu mehr Beschäftigung führen.Die Analyse bezieht sich dabei auf den Preisanstieg bezogen auf das gesamte deutsche Bruttoinlandsprodukt.Der geringe Preisanstieg bei der gesamtwirtschaftlichen Leistung im vergangenen und im laufenden Jahr ist nach Ifo-Einschätzung bedingt durch den geringen Anstieg der Löhne bei kräftiger Erhöhung der Arbeitsproduktivität.Als Folge sanken die Lohnstückkosten 1996 um 0,4 Prozent (1997: 1,6 Prozent).1998 sollen sie um 0,4 Prozent zurückgehen. Ifo geht davon aus, daß sich die moderate konjunkturelle Aufwärtsentwicklung fortsetzt, die Lohnpolitik aber weiter auf einem zurückhaltenden Kurs mit Tarifabschlüssen kaum über dem 97er Niveau bleibt.Damit sollte die Entwicklung der Bruttolohn- und -gehaltssumme mit einem Plus von zwei Prozent unter dem Anstieg der Produktivität von 2,5 Prozent liegen.Dämpfend wirke, daß die Sozialversicherungssätze stabil bleiben dürften.Die Mehrwertsteueranhebung dürfte laut Ifo an die Verbraucher weitergegeben werden, womit die Gewinne der Unternehmen nicht belastet würden.Aus der Asien-Krise dürften positive wie negative Effekte auf die Ertragslage der Firmen ausgehen.Insgesamt sollen durch die lebhaftere Konjunktur die Stückgewinne 1998 um fünf Prozent steigen.Eine Deflationsgefahr durch die Asien-Krise und der Lohnstückkosten-Entwicklung sieht das Institut nicht.

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