Wirtschaft : IG Metall bestreikt auch Berliner Betriebe

Mit flächendeckenden Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In West-Berliner Betrieben will die IG Metall vom 8. bis "vorläufig" 19. April mehrere Tausend Gewerkschafter zur Arbeitsniederlegung aufrufen. Am Montag ist eine Kundgebung mit Beschäftigten von Osram und BMW geplant. Die Berliner IG Metall erwartet 800 Teilnehmer. Damit organisiert die Gewerkschaft nach Protesten in einzelnen Bundesländern nun deutschlandweite Streikaktionen. Am Freitag legten in Baden-Württemberg rund 12 000 Metaller die Arbeit nieder, im Saarland waren es 1600. 13 000 Menschen verließen in Bayern frühzeitig die Arbeitsplätze. In Saarbrücken kamen 3000 Beschäftigte zu einer Protestkundgebung. Von Montag an soll es in Bayern Warnstreiks bei großen Unternehmen wie Audi, BMW, Bosch, MAN-Nutzfahrzeuge und Siemens geben. In Baden-Württemberg soll Daimler-Chrysler zu den betroffenen Betrieben gehören. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeber bieten für 2002 und 2003 je 2,0 Prozent mehr Geld.

Die Gewerkschaftsforderung spaltet die Deutschen: Nach einer Umfrage von Emnid im Auftrag des Fernsehsenders n-tv halten 47 Prozent der Bundesbürger die Forderung für zu hoch. 45 Prozent halten sie für angemessen, fünf Prozent für zu niedrig.

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