Wirtschaft : IG Metall gegen Betriebsrat

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Beim Waagenhersteller Soehnle in BadenWürttemberg ist die IG Metall hart geblieben: Keine Abweichung vom Flächentarifvertrag, um eine neue Produktionslinie in den Betrieb zu holen. Dem Betriebsrat passte die Haltung der Gewerkschaft gar nicht. Die Mehrheit der 260 Mitarbeiter waren bereit, die Forderungen der Geschäftsführung zu akzeptieren. Das betraf die Kürzung der Pausenzeiten pro Tag um 35 Minuten. Zudem sollte der Leistungslohn von 130 auf 117 Prozent des Grundlohns für die Arbeiter am Fließband gesenkt werden. Der hohe Leistungslohn ist eine Besonderheit im Flächentarifvertrag in dem südlichen Bundesland. „70 Kilometer weiter in Rheinland Pfalz sind die Löhne viel geringer“, sagt Wolf Meyer, einer der Geschäftsführer. „Auch in Deutschland konkurrieren die Standorte untereinander.“ Mit den Änderungen der Arbeitsbedingungen wäre die Verhandlungsführerin der IG Metall, Anne Rieger, zwar einverstanden gewesen. „Doch hätten die Beschäftigten dafür keine Gegenleistung in Form einer befristeten Arbeitsplatzgarantie bekommen“, erklärt sie die Ablehnung. Für den Betriebsrat steht damit aber die Zukunft des Standorts auf dem Spiel. Mit der Produktionslinie wären Nachfolgeinvestitionen verbunden gewesen, so die Hoffnung von Wolfgang Schwellinger, stellvertretender Betriebsrat. „Die Gewerkschaft hätte ruhig etwas flexibler sein können“, sagt er. akz

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