Wirtschaft : IG Metall kämpft für kürzere Arbeitszeit

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Frankfurt (Main) (dpa). Die IG Metall will im Jahr 2003 eine Initiative zur Verkürzung der Arbeitszeit in Ostdeutschland starten. Bei einer Konferenz in Mannheim werden 500 Funktionäre, Betriebsräte und Wissenschaftler von Donnerstag bis Sonnabend über die Strategie beraten. „Kernziel muss es sein, die 35Stunden-Woche zum generellen arbeitszeitpolitischen Standard in Deutschland zu machen“, heißt es in einem Diskussionspapier. Derzeit werden in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie noch 38 Stunden pro Woche gearbeitet. In der Branche im Westen wurde 1995 die 35-Stunden-Woche eingeführt. Weiterer Schwerpunkt der Konferenz wird die Arbeitszeitgestaltung sein. Nach IG-Metall-Angaben ist in Deutschland insgesamt ein Trend zur Verlängerung der Arbeitszeit erkennbar: Während von 1984 bis 1999 die tarifliche Arbeitszeit um 2,6 Stunden pro Woche sank, stieg die tatsächliche Arbeitszeit um 0,9 Stunden.

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