Wirtschaft : IG Metall lehnt Reform des Autovertriebs ab

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Frankfurt (Main) (dpa). Die IG Metall hat EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti bei der Neuregelung des Autovertriebs eine kompromisslose Haltung vorgeworfen. Tausende der 47 000 deutschen Autobetriebe und der 530 000 Arbeitsplätze in der Branche seien von der Reform bedroht, sagte der IG Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel am Montag in Frankfurt. Die IG Metall, der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) fordern in einem Brief den Präsidenten der EU-Kommission, Romano Prodi, auf, die Reform zu überdenken.

Nach den Plänen der EU sollen Autohändler entweder ihre Vertriebsgebiete verlieren oder auch an Zwischenhändler wie Supermärkte oder Re-Importeure verkaufen können. Vor allem Autokäufer in Hochpreisländern wie zum Beispiel Deutschland sollen von einem dann schärferen Preiswettbewerb profitieren. Monti will auch Vertrieb, Inspektion und Reparatur trennen. Zwickel sieht darin eine Gefahr für Kundendienst und Verbraucherschutz.

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