Wirtschaft : IG Metall sieht sich durch Warnstreiks gestärkt

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(dpa). Im Tarifkonflikt um die 35Stunden-Woche in der ostdeutschen Metallindustrie sieht sich die IG Metall vor den ersten gemeinsamen Verhandlungen an diesem Montag gestärkt. Nach den Warnstreiks in der vergangenen Woche mit rund 13 500 Metallern allein in Berlin, Brandenburg und Sachsen gehe man selbstbewusst in die Verhandlungen, erklärte die Gewerkschaft am Freitag in Berlin. Die „außerordentlich hohe Beteiligung“ in 59 Betrieben zeige, dass die Ost-Metaller bereits seien, für ihre Forderung zu kämpfen. Die Gewerkschaft fordert die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche für die 310000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in den neuen Ländern. Bisher arbeiten sie drei Stunden mehr als im Westen bei nahezu gleicher Bezahlung. Die Arbeitgeber lehnen eine kürzere Arbeitszeit ab. Am Montag wollen beide Seiten in Potsdam weiter verhandeln. Am 20. Mai wird die IG Metall dann über einen möglichen Streik entscheiden.

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