• IG Metall und Verdi einigen sich auf Zuständigkeiten - Aufteilung zwischen Informations- und Telekommunikationstechnik

Wirtschaft : IG Metall und Verdi einigen sich auf Zuständigkeiten - Aufteilung zwischen Informations- und Telekommunikationstechnik

Die IG Metall und die fünf Verdi-Gewerkschaften haben sich über die künftige Aufgabenverteilung zwischen den Arbeitnehmerorganisationen verständigt. Dies geht aus einem Papier des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. Danach soll die IG Metall grundsätzlich in Betrieben der Informationstechnologie die Federführung übernehmen. Die neue Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi soll sich um die Telekommunikationsbranche hauptverantwortlich kümmern.

Diese Einteilung gelte jedoch nur als Rahmen für die künftige Organisationsstruktur. Grundsätzlich gelte, dass eine Gewerkschaft für einen Betrieb zuständig sein solle. Bei Verdi soll auch die Federführung in den Branchen Medien und Kultur liegen. Im Bereich Foto, Film und Datenträger sollen chemische Betriebe indes weiter in die Zuständigkeit der IG Bergbau, Chemie, Energie (BCE) fallen. Um die künftige Zuständigkeit hatte es zwischen der IG Metall und der Verdi-Gründungsorganisation Streit gegeben. Deshalb wurde eine Kommission aus je zwei Vertretern der Industriegewerkschaften, des DGB und der Verdi-Gewerkschaften gegründet, die den Streit beilegen sollte. Das jetzt vorliegende Papier soll nun dem DGB-Bundesvorstand vorgelegt werden.

Zu Verdi wollen sich die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), die Deutsche Postgewerkschaft (DPG), die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), die IG Medien und die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) zusammenschließen. Die neue Gewerkschaft soll im Frühjahr 2001 ins Leben gerufen werden. Mit dem Prozess kommt auch die DAG unter das Dach des DGB. Die DAG, die bislang die Angestellten in verschiedenen Branchen vertreten hat, soll in die vereinbarte Struktur eingegliedert werden. In darüber hinaus gehenden Konfliktfeldern sollen die DGB-Gewerkschaften und die DAG "ihr Verhältnis zueinander auf den betrieblichen Ebenen auf eine neue Grundlage" stellen, heißt es in dem Papier.

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