Wirtschaft : IG Metall: Verdacht auf Untreue zurückgewiesen

Die Gewerkschaft IG Metall hat den Vorwurf der Untreue gegen den Gewerkschaftschef Klaus Zwickel am Sonntag zurückgewiesen. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, die Staatsanwaltschaft Düsseldorf habe gegen Zwickel und ehemaligen Mannesmann-Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Ladberg ein Verfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet. Diese sollen mit den millionenschweren Pensionsabfindungen beim früheren Mannesmann-Konzern in Zusammenhang stehen.

IG-Metall-Sprecher Claus Eilrich konnte die Einleitung des Ermittlungsverfahrens gegen Zwickel nicht bestätigen. Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub in der kommenden Woche werde sich Zwickel mit der Düsseldorfer Ermittlungsbehörde in Verbindung setzen, sagte er. "Wir haben großes Interesse an der Aufklärung offener Fragen und werden der Staatsanwaltschaft alle uns zur Verfügung stehenden Informationen geben", sagte Eilrich. Zugleich wies er darauf hin, dass die Pensionsabfindungen auf einzelvertraglichen Ansprüchen früherer Vorstandsmitglieder beruhten. Sie hätten nichts mit der Mannesmann-Übernahme durch Vodafone zu tun. Eilrich bezeichnete es als unseriös, eine Verbindung zwischen der Abfindung für Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser, die zwischen Esser und Vodafone-Boss Chris Gent ausgehandelt worden sei, und den Pensionsabfindungen für ehemalige Vorstandsmitglieder herzustellen.

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