Wirtschaft : Ihr Platz wechselt den Besitzer Drogeriekette soll an Münchner Dubag gehen

Düsseldorf/Frankfurt am Main - Der Insolvenzverwalter hat für die Schlecker-Tochter Ihr Platz einem Bericht zufolge einen neuen Besitzer gefunden. Die mit ihrer Muttergesellschaft in die Insolvenz gegangene Drogeriekette aus Osnabrück gehe komplett an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Dubag, berichtete die Onlineausgabe der „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf an den Vorgängen beteiligte Personen. Demnach stehen die Verhandlungen zwischen Ihr-Platz-Insolvenzverwalter Werner Schneider und Dubag kurz vor dem Abschluss.

Der neue Investor wolle alle 480 noch bestehenden Filialen von Ihr Platz erhalten und die auf 4700 Mitarbeiter geschrumpfte Belegschaft nicht weiter zusammenstreichen, berichtet das Magazin. In Berlin gibt es nach der Schließung von 14 Märkten noch 50 Filialen.

Auch das Management aus Schlecker-Zeiten werde nicht ausgetauscht, sondern solle durch weitere Führungskräfte unterstützt werden. In einem Brief habe Schneider bereits die Lieferanten darüber informiert, dass er nach „langwierigen Verhandlungen“ mit Dubag handelseinig sei.

Unterdessen verhärten sich im Streit um einen Sanierungsbeitrag der Schlecker-Belegschaft die Fronten. Am Mittwoch konnten sich Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und die Gewerkschaft Verdi in einer weiteren Gesprächsrunde in Frankfurt erneut nicht einigen. Nach Angaben von Verdi bot die Verhandlungskommission aus Gewerkschaftern und Betriebsräten einen Lohnverzicht von insgesamt 98 Millionen Euro an – das machten etwa 10,5 Prozent der Personalkosten bei der insolventen Drogeriekette aus. Doch das habe der Insolvenzverwaltung nicht ausgereicht. Bislang forderte Geiwitz eine Einsparung der Personalkosten von insgesamt 15 Prozent. Das wären nach Verdi-Angaben 141 Millionen Euro.

Für die Rettung der insolventen Drogeriekette ist Geiwitz weiter auf der Suche nach Investoren. Derzeit sind nach Angaben seines Büros fünf Investoren im Rennen, davon seien vier in der Prüfung des Unternehmens. AFP/dpa

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