Wirtschaft : IKB-Bank haftet für falsche Informationen

Karlsruhe - Die IKB-Bank haftet grundsätzlich für die unzureichende Information von Anlegern in der Finanzkrise 2007. Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil zu den Rechtsfolgen unterlassener Ad-hoc- Mitteilungen. Die Bank hatte im Juli 2007 in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sie nur in geringem Maße durch die Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt betroffen sei. Eine gute Woche später musste die Bank gerettet werden, um eine Pleite zu verhindern. Der Aktienkurs der IKB war daraufhin eingebrochen (Az. XI ZR 51/10). Der BGH entschied nun, dass grundsätzlich ein Anspruch auf Schadenersatz nach dem Wertpapierhandelsgesetz bestehe. Die IKB habe es in pflichtwidriger Weise unterlassen, unverzüglich über ihr Engagement in minderwertigen US-Papieren („Subprimes“) zu informieren. Ein Anleger hatte die Bank verklagt, weil er kurz vor der Rettungsaktion für knapp 24 000 Euro IKB-Aktien gekauft hatte. Er fordert die Erstattung des Kaufpreises und will dafür die Papiere zurückgeben. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben