Wirtschaft : IKB bestätigt Verlust von einer Milliarde

Düsseldorf/München - Die in Finanznöte geratene Mittelstandsbank IKB hat ihre neuen Bewertungsverluste auf rund 950 Millionen Euro beziffert. Davon entfalle ein großer Teil auf Wertpapiere, die von der in Luxemburg ansässigen IKB International SA gehalten würden, teilte die Bank am Mittwochabend mit. Zuvor hatte die Bundesregierung der IKB Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zugesagt. Berichte, dieser Beitrag des Bundes zu einer insgesamt 1,5 Milliarden Euro teuren Rettungsaktion könne auf 1,2 Milliarden Euro steigen, wies das Bundesfinanzministerium zurück.

Die Rettungsaktion kam bei Anlegern gut an: Die Papiere der IKB stiegen kurz nach Eröffnung der Börse um 26 Prozent auf 7,40 Euro. Am Nachmittag stand die Aktie noch mit 14 Prozent im Plus.

Wer sich an dem Rettungspaket beteiligen wird, steht aber offenbar noch nicht fest. Die „Wirtschaftswoche“ berichtete, der Bund müsse mehr als die geplante eine Milliarde Euro zur Rettung der IKB beisteuern. Die Sparkassen und genossenschaftlichen Banken seien nicht bereit, sich an den 500 Millionen Euro zu beteiligen, die die Bundesregierung von den deutschen Banken als Beitrag zur IKB-Rettung erwartet.

Auch die BayernLB fuhr durch den Handel mit faulen Immobilienkrediten Verluste ein. Insgesamt betrugen die Belastungen 1,9 Milliarden Euro, wie die bayerische Landesbank bestätigte. Laut „Focus Online“ hat die Bank Ende Januar bereits 80 Mitarbeiter aus dem Investmentbanking entlassen. Dieser Darstellung widersprach die BayernLB: Zwar seien die 80 Mitarbeiter entlassen worden; die Stellen seien aber abgebaut worden, da „die Abteilung Financial Markets nicht kostendeckend gearbeitet hat“. AFP

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