Wirtschaft : Ikea macht abends gute Geschäfte

Maren Peters

Berlin - Verlängerte Ladenöffnungszeiten und drei neue Geschäfte haben Ikea Deutschland zu einem Umsatzsprung verholfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das Ende August zu Ende ging, steigerte der Möbelkonzern seinen Inlandsumsatz um acht Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, wie die Geschäftsführerin von Ikea Deutschland, Petra Hesser, am Donnerstag in Frankfurt am Main bekannt gab. In den Restaurants stieg der Umsatz mit schwedischer Mandeltorte und Hackfleischbällchen Köttbullar noch stärker.

Auch ohne Berücksichtigung der neuen Filialen blieb dem Möbelhaus ein Umsatzplus von 3,5 Prozent – das liegt immer noch deutlich über dem Branchendurchschnitt im Einzelhandel. Die Ertragslage sei gut, sagte Hesser, ohne Zahlen zu nennen.

Ikea bleibt damit die Nummer eins auf dem umkämpften deutschen Möbelmarkt, mit einem Umsatzanteil von gut neun Prozent. Als Nummer zwei folgt mit deutlichem Abstand Möbel-Krieger aus Waltersdorf bei Berlin, zu dem neben Höffner und Walther auch Möbel-Kraft gehören. Deutschland ist auch weltweit der wichtigste Ikea-Standort, noch vor den USA. 41 Filialen gibt es hierzulande, davon drei in Berlin. Noch im Dezember will Ikea zwei neue Häuser in Oldenburg und Rostock eröffnen. Weltweit erzielten die Schweden mit Billy-Regalen, Kubbe-Wandschränken und Karlstad-Sofas im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 20 Milliarden Euro (plus 14 Prozent).

Die Ladenöffnung bis in den späten Abend habe sich in Deutschland gut bewährt, sagte Ikea-Chefin Hesser. Freitags und samstags hat die Kette seit diesem Jahr bis 22 Uhr geöffnet, mit Ausnahme von Bayern und dem Saarland, wo die gesetzlichen Voraussetzungen fehlen. Insgesamt fanden 47 Millionen Menschen den Weg in die Filialen, 14,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nachdem Ikea die Erhöhung der Mehrwertsteuer Anfang dieses Jahres komplett an die Kunden weitergegeben hatte, versprach die Geschäftsführerin nun, die Preise im nächsten Jahr insgesamt stabil zu halten. Für Angebote rund um die Küche und Textilien würden die Preise stark gesenkt. Künftig solle auch wieder mehr Stoff vom Meter im Sortiment sein, kündigte Hesser an. Maren Peters

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