Wirtschaft : Im Bundesrat droht ein teures Nein

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Sollten die Reformpläne von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt im Bundesrat scheitern, droht den Kassen in diesem Jahr erneut eine drastische Ausgabensteigerung bei den Arzneimitteln. „Ein Plus von bis zu zehn Prozent ist realistisch“, sagt der Bremer Gesundheitsökonom Gerd Glaeske. Das würde Mehrkosten von über 2,3 Milliarden Euro bedeuten – die Versichertenbeiträge müssten dann um rund 0,3 Prozentpunkte erhöht werden. Den Ausgabenanstieg bremsen kann eine Positivliste, auf der nur Medikamente mit nachgewiesener Wirkung stehen, meint Glaeske. Die Positivliste soll 800 Milllionen Euro bringen, könnte aber am Widerstand der Union scheitern. Zudem müssten mehr Medikamente unter die Festbetragsregelung fallen, bei der die Kassen nur eine bestimmte Summe tragen. Weiter hält Glaeske eine Ausweitung der AutIdem-Regelung für nötig. Er unterstütze zudem das Zentrum für Qualitätssicherung im Gesundheitswesen, das die Ministerin einrichten will. Diese Maßnahmen könnten auf der Stelle vier Milliarden Euro einsparen, ist sich Glaeske sicher. „Pro Versicherten werden derzeit zwischen 15 und 20 Euro für wirkungslose Mittel ausgegeben.“ brö

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