Wirtschaft : Im Glaubenskrieg um die Öffnungszeiten gibt es viele Positionen

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Im Glaubenskrieg um das Ladenschlussgesetz gibt es viele Positionen. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) ist für eine generelle Abschaffung des Ladenschlussgesetzes. Das Verbot von Nacht- und Sonntagsarbeit sollte über das Arbeitszeitgesetz geregelt werden. Für eine Liberalisierung spricht sich auch der Deutsche-Industrie und Handelstag (DIHT) aus. Eine Kehrtwende hat der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) vollzogen: War der HDE vor drei Jahren noch gegen eine Ausweitung von 18 auf 20 Uhr, ist der Verband jetzt für eine völlige Freigabe. Sonn- und feiertags sollten die Läden aber weiter geschlossen bleiben. Gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sind nach wie vor die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) und die Gewerkschaft Handel-Banken und Versicherungen (HBV), vor allem an Sonn- und Feiertagen. In der Forderung nach Beibehaltung der Sonntagsruhe haben die Gewerkschaften bei den Kirchen die wichtigsten Verbündeten. Mit einer breitangelegte Kampagne von Kinospots und Zeitungsanzeigen will die Evangelische Kirche für den Erhalt der Sonntagsruhe eintreten.

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