Wirtschaft : IM INTERVIEW

Was bedeutet Globalisierung für die Wirtschaftspresse?



Wir beobachten immer mehr grenzüberschreitende Fusionen und Akquisitionen und müssen in der Wirtschaftspublizistik mit einem weltweiten Korrespondentennetz darauf reagieren.Zwar haben wir unser eigenes Netz auf rund 40 Korrespondenten und freie Mitarbeiter ausgebaut.Doch gemeinsam mit den Korrespondenten des Wall Street Journal erreichen wir nun eine ideale Dichte.



Wie wird die Zusammenarbeit mit dem Wall Street Journal organisiert?



An wichtigen Standorten wie New York, Brüssel oder Hongkong richten wir Stellen für Kooperationsredakteure ein, die zweisprachig sein müssen und die Partnerschaft umsetzen.



Paßt denn der Stil eines Wall Street Journal-Mitarbeiters zum Handelsblatt?



Eine pan-europäische Zeitung ist etwas anderes als eine deutsche Wirtschaftszeitung.Die Berichte aus dem Wall Street Journal werden deshalb den Bedürfnissen unserer Leser angepaßt und entsprechend bearbeitet.Wir wollen über die Partnerschaft und das erweiterte Korrespondentennetz Informationsvorsprünge erreichen und die Qualität erhöhen.Die Identität des Handelsblatts werden wir selbstverständlich pflegen und einen Schwerpunkt weiterhin in Deutschland setzen.



Wären die Investitionen auch so beträchtlich, wenn die Konkurrenz keine deutschsprachige Financial Times planen würde?



Der sich abzeichnende verschärfte Wettbewerb bringt gewiß einen Schub.Aber wir investieren seit langem konsequent in den Ausbau und die Qualität des Handelsblatts.Für unser neues Anlegermagazin Investor beispielsweise wurden in den vergangenen Monaten fünf Redakteure eingestellt.Vom 11.Juni an wird das mindestens zwölfseitige Magazin jeder Wochenendausgabe des Handelsblatts beiliegen.

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