Wirtschaft : Im Osten mehr Frauen in Chefetagen Berlin liegt mit 19 Prozent an der Spitze

Lübeck - Frauen sind in ostdeutschen Betrieben etwas stärker in der Chefetage vertreten als im Westen. Das hat die Firma Databyte aus Lübeck ermittelt, die im Juli Daten von mehr als einer Million Führungskräften in rund 938 000 Unternehmen ausgewertet hat.

Generell erreichen Frauen demnach nur selten einen der obersten Chefposten in deutschen Firmen: Nur rund jede sechste Führungskraft im Top-Management (17,37 Prozent) ist weiblich. Im Osten sieht es für Frauen allerdings etwas besser aus: Dort liegt ihr Anteil in der Chefetage um gut einen Prozentpunkt höher als im Westen (18,3 zu 17,2 Prozent).

Die höchste Frauenquote in der Führungsriege von Unternehmen gibt es den Daten zufolge in Berlin: Dort ist immerhin fast jeder fünfte Posten (19,2 Prozent) in Bereichen wie der Geschäftsführung oder dem Vorstand von einer Managerin besetzt. Auch in den anderen ostdeutschen Ländern ist die Quote vergleichsweise hoch: Sachsen (18,6), Sachsen-Anhalt (18,5) und Brandenburg (18,4) verzeichnen jeweils mindestens einen Prozentpunkt mehr als der bundesweite Schnitt. Auch Mecklenburg-Vorpommern (18,2) und Thüringen (17,8) liegen über dem gesamtdeutschen Mittelwert.

In Westdeutschland schneidet das Saarland am besten ab (18,5). Dahinter folgen Rheinland-Pfalz (18,2), Bayern (18,0) und Hessen (17,4). Im Nordwesten der Republik sind Frauen dagegen stärker unterrepräsentiert in der Chefetage als anderswo: Hamburg (17,3) Niedersachsen (17,2) und Schleswig-Holstein (17,1) landen im bundesweiten Vergleich auf den hinteren Plätzen. Noch schlechter fällt der Wert in Nordrhein-Westfalen (16,8) und Bremen (16,1) aus.

Das Schlusslicht bildet Baden-Württemberg, das als einziges Land unter der 16-Prozent-Marke bleibt (15,9). dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar