Wirtschaft : IM PARLAMENT

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Die Senatsverwaltung für Wissenschaft nimmt heute die Verhandlungen über die Hochschulverträge für 2006 bis 2009 auf. Im Mittelpunkt stehen die Strukturreformen zur Umsetzung der Sparauflagen des rotroten Senats, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Allein die drei Berliner Universitäten, die weitere Kürzungen in Höhe von 75 Millionen Euro hinnehmen müssen, wollen insgesamt rund 230 Professorenstellen streichen und Studiengänge einstellen. Als Konsequenz fallen rund 10 000 der derzeit etwa 85 000 Studienplätze weg. ddp

Knake-Werner weist Kritik am Sozialticket für 32 Euro zurück

Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) hat das neue Sozialticket gegen Kritik verteidigt. Die Monatskarte, die es laut Senatsbeschluss von Januar 2005 an zum Preis von 32 Euro geben soll, sei eine gute Lösung für die Betroffenen, sagte die Senatorin am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Gegen den ihrer Auffassung nach zu hohen Preis hatten Grüne, Gewerkschaften, Sozial- und Fahrgastverbände protestiert. Bis Januar 2004 hatte das Ticket 20,40 Euro gekostet. Danach war die Fahrkarte weggefallen, weil der Senat die Zuschüsse gestrichen hatte. dpa

Innensenator: Jährlich 10 000 Fälle

häuslicher Gewalt registriert

In Berlin werden jährlich mehr als 10 000 Fälle häuslicher Gewalt gezählt. Fast immer Frauen sind betroffen, die unter gewalttätigen Ehemännern oder Partnern leiden. In Berlin gebe es damit deutlich mehr Fälle als in anderen Bundesländern, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Donnerstag. dpa

Koalition verteidigt geplantes Kopftuchverbot gegen Kritik der CDU Die Koalition hat das so genannte Kopftuchgesetz gegen die Kritik der CDU verteidigt. Mit dem Verbot aller sichtbaren religiösen Symbole im öffentlichen Dienst werde man Diskriminierungen entgegenwirken, sagte der SPD-Abgeordnete Thomas Kleineidam in der ersten Lesung des geplanten Gesetzes im Abgeordnetenhaus. Die CDU warf dem Senat vor, Kopftuch, Kreuze oder Kippas fälschlicherweise gleichzusetzen. Der CDU-Abgeordnete Andreas Apelt sagte: „Mit der Gleichstellung der Symbole unterstellen Sie gleiche Ziele.“ Das Kopftuch sei aber Symbol für eine angestrebte islamische Ordnung, die man hier nicht haben wolle, während Symbole des Christentums für das Grundgesetz stünden. dpa

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