Wirtschaft : Im Schnitt zwei Prozent mehr Geld Bilanz der Tarifabschlüsse im ersten Halbjahr

Berlin - Zwei Prozent mehr Geld – so sieht die Bilanz des ersten Halbjahres für gut zwölf Millionen Arbeitnehmer aus. Jedenfalls dann, wenn sie nach Tarif bezahlt werden. Die Tarifabschlüsse 2011 liegen zwar „deutlich über denen des Vorjahres“, wie das gewerkschaftseigene WSI-Tarifarchiv am Mittwoch mitteilte. Doch die Preise stiegen im ersten Halbjahr mit rund 2,3 Prozent noch stärker als die Einkommen, so dass die Beschäftigten trotz Aufschwung real weniger in der Tasche haben und die Kaufkraft sinkt.

„Diese vorläufige Tarifbilanz stimmt insgesamt nur verhalten optimistisch“, meinte Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs. Allerdings deuteten Daten des Statistischen Bundesamtes darauf hin, dass die tatsächlichen Einkommen erstmals seit vielen Jahren stärker steigen würden als die Tarifeinkommen. Das wiederum dürfte mit längeren Arbeitszeiten (Überstunden) und Prämien der Firmen zusammenhängen. Einen der höchsten Abschlüsse gab es im ersten Halbjahr für die chemische Industrie mit 4,1 Prozent. Für die Metallindustrie hatte die IG Metall bereits 2010 eine Erhöhung um 2,7 Prozent für 2011 vereinbart. alf

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