Wirtschaft : Im Westen Deutschlands kostet Bauland mehr

BONN (rtr). Bauherren in den alten Bundesländern müssen sich nach einer Marktstudie der Landesbausparkassen (LBS) auf steigende Grundstückspreise einstellen. Die Preise dürften bis Ende des Jahres um vier Prozent zulegen, sagte Verbandsdirektor Hartwig Hamm am Donnerstag bei der Vorlage der Studie. Im Süden und Westen würden sinkende Baukosten vielfach durch steigende Grundstückspreise aufgezehrt. Dagegen sei im Norden und Osten wegen günstigerer Bodenpreise ein neues Eigenheim bereits für unter 300 000 DM zu haben. Insgesamt erwarten die LBS-Experten bis Ende des Jahres bei Reihenhäusern keine Preissteigerungen. Freistehende Häuser dürften dagegen um rund ein Prozent teurer werden. Die Bauzinsen dürften tendenziell nach oben gehen. Hamm warnte davor, die Wohneigentumsförderung einzuschränken. Würden die Einkommensgrenzen für die Eigenheimzulage wie geplant gesenkt, werde die von der Bundesregierung umworbene "Neue Mitte" im Stich gelassen. Zudem sei mit dem Verlust von 50 000 Arbeitsplätzen zu rechnen begleitet von entsprechenden Sozialausgaben in Milliardenhöhe.

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